Müsste man den Persönlichkeitstyp der Denker mit einem einzigen Satz charakterisieren, wäre es der berühmte Ausspruch des französischen Philosophen René Descartes: „Cogito ergo sum!“ - „Ich denke, also bin ich!“ Denker wie Sie sind die Kopfmenschen unter den Persönlichkeitstypen, ausgesprochen intellektuelle Menschen, die von einem unbändigen Hunger nach Wissen und Kompetenz beherrscht werden. Sie sind ständig damit beschäftigt, neue Informationen aufzusaugen. Zu verstehen, wie die Dinge der Welt funktionieren, sie zu erklären und zu beherrschen, Entwicklungen vorauszusagen, neue Theorien zu entwerfen - das ist die bestimmendste Triebfeder im Inneren aller Denker. Hier liegt auch gleich der zentralste Schlüssel zu ihrem Glück verborgen: So lange ein Denker die Möglichkeit hat, sich mit komplexen Systemen und Konzepten auseinanderzusetzen, an Problemen herumzutüfteln und - oft mit verblüffender Genialität - Lösungen dafür zu entwickeln, so lange ist er glücklich. Die zuverlässigste Methode dagegen, Menschen dieses Typs unglücklich zu machen, besteht darin, sie zur (geistigen) Untätigkeit zu zwingen.

Der erste und wichtigste Glückstipp für Sie als Denker lautet daher: Sorgen Sie dafür, dass Ihr wacher Geist immer genügend Nahrung bekommt und neuen Reizen ausgesetzt ist, an denen er sich reiben und entwickeln kann. Im Idealfall ist natürlich Ihr Arbeitsplatz das perfekte Spielfeld hierfür. Aber auch in Ihrer Freizeit gibt es viele Möglichkeiten, dieses Bedürfnis zu stillen. Sie werden genau so lange glücklich sein, so lange Sie immer wieder auf intellektuelle Herausforderungen stoßen, die Sie reizen, so lange Sie in irgendeiner Form innovativ und kreativ tätig sein können und so lange Sie den Eindruck haben, dass Sie möglichst an jedem Tag Ihres Lebens etwas Neues erfahren, dazu gelernt oder ausprobiert haben.

Der enorme Ehrgeiz der Denker, ihre eigenen Fähigkeiten ständig zu erweitern und zu verbessern, ist ohne Zweifel die Ursache für ihren oft sehr großen beruflichen Erfolg. Diesen Persönlichkeitstyp gibt es in der Bevölkerung vergleichsweise selten, er bringt aber überdurchschnittlich oft Menschen hervor, die durch ihr Genie und ihre außergewöhnliche Brillanz ganze Generationen beeindrucken - man muss nur an Menschen wie Julius Cäsar, Albert Einstein oder Ludwig Wittgenstein denken. Interessanterweise sind Denker trotzdem diejenigen Persönlichkeitstypen, die am stärksten zu Selbstkritik (im Hinblick auf ihr eigenes Wissen und Können) neigen, und nicht selten werden sie insgeheim von düsteren Zweifeln und Versagensängsten geplagt. Nie sind sie sich selbst gut genug, kaum ist eine selbst gelegte Messlatte von ihnen übersprungen, schon wird sie ein Stück höher gelegt. Dieses unbarmherzige Streben nach Perfektion erzeugt in vielen Denkern eine ungeheure Rastlosigkeit, fast schon Getriebenheit. Menschen dieses Typs fällt es besonders schwer, innerlich zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen oder einfach mal nichts zu denken.

Versuchen Sie es doch gerade deshalb bitte einmal mit Meditation! Nur sehr wenige andere Freizeitaktivitäten sind so umfassend auf ihre glücksfördernde Wirkung hin untersucht worden. Regelmäßig ausgeübt, macht Meditation nicht nur glücklicher, sie fördert auch den Stressabbau, stärkt das Selbstwertgefühl und hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Für Sie als Denker ist sie aber vor allem eine perfekte Methode, das sich unablässig drehende Gedankenkarussell in Ihrem Kopf wenigstens gelegentlich anzuhalten. Das aber wird Ihrer Glücksbilanz ausgezeichnet bekommen!