Glückstipp Nr. 16: Versöhnung macht glücklich

Eine ganz wesentliche Voraussetzung für Zufriedenheit und Glück im Leben ist, dass man mit der eigenen Geschichte und Vergangenheit seinen Frieden macht und sie akzeptiert, wie sie ist. Das betrifft negative Erlebnisse, Situationen, in denen man mit sich selbst unzufrieden war und vielleicht versagt hat, aber natürlich auch - und vor allem! - andere Menschen. Wer z. B. in einer Art innerem Dauerkrieg mit den eigenen Eltern lebt, oder wer einem früheren Partner immer noch alte Verletzungen nachträgt, ist nicht wirklich frei fürs Glück. Sich selbst ebenso wie anderen Menschen Versagen, Fehler und Kränkungen zu verzeihen, ist eine ganz wichtige Voraussetzung für Zufriedenheit. Ein wunderbares Buch zu diesem Thema hat Verena Kast geschrieben mit "Wenn wir uns versöhnen" geschrieben.

Für heute: Such dir eine nicht zu große Kränkung aus, die du jemandem nachträgst und die du ihm oder ihr zu verzeihen bereit bist. Versetze dich zurück in die Situation, in der die Kränkung stattgefunden hat. Schreib dann einen Brief an die Person, in dem du noch einmal ausführlich sagst, was dir weh getan hat, worüber du dich geärgert hast, was dir angetan wurde. Keine Zensur - diesmal einfach alles „von der Seele schreiben“, bitte! Wenn du damit fertig bist, dann ist es an der Zeit, diesen Vorwurf zu verabschieden: Verbrenne den Brief, begrabe ihn oder vertraue ihn einem fließenden Gewässer an. Gestalte dieses Ritual so feierlich wie möglich. Und spür in den Tagen danach in dich hinein: Hat sich etwas in dir verändert?