Bewegung

Bewegung ist ein ganz wichtiger Glückslieferant. Studien zeigen, dass regelmäßiges Ausdauertraining von etwa einer halben Stunde dreimal die Woche genauso stimmungsaufhellend wirkt wie Antidepressiva! Damit man das durchhält, ist es allerdings wichtig, Sportart und Trainingsform gut auf den eigenen Persönlichkeitstyp abzustimmen.

Bewußter Genuß

Bewusstes, richtiges Genießen hat nichts mit Exzessen zu tun, sondern spricht alle Sinne an, macht glücklich und lindert durch die Ausschüttung körpereigener Opioide sogar Schmerzen. Vielen Menschen fällt es heutzutage allerdings schwer, sich Genuss zu gönnen. Auch unter unseren 16 Persönlichkeitstypen werden manche schon mit der Begabung zum Genießen geboren, anderen dagegen wird eher das Motto „Ordnung ist das halbe Leben, Arbeit ist die andere Hälfte“ in die Wiege gelegt - die sollten auf diesen Glückspunkt besonders achten!

Achtsame Körperwahrnehmung

Die Psyche erhält ständig Rückmeldungen aus dem Körper über dessen Aktivitäten und Befindlichkeit, z. B. über Muskelbewegungen und -spannung. Du kannst lernen, über einen bewussten Umgang mit diesem so genannten Bodyfeedback deine Stimmung positiv zu beeinflussen. Ebenfalls wichtig: Der regelmäßige Gebrauch von Suchtmitteln kann die Anzahl der D2-Rezeptoren im Gehirn reduzieren. Je geringer aber deren Anzahl ist, umso schwieriger wird es, Lebensfreude zu empfinden.

Entspannung

Wer sich nicht genügend Phasen der Entspannung zugesteht, weil er sich in einem Hamsterrad aus Stress und Anforderungen bewegt, riskiert nicht nur seine körperliche und seelische Gesundheit, sondern auch sein persönliches Glück. Je nach Persönlichkeitstyp fühlen sich Menschen von unterschiedlichen Stressquellen besonders unter Druck gesetzt und profitieren von unterschiedlichen Entspannungsmethoden besonders gut.

Optimismus

Wer Gutes erwartet, dem widerfährt auch eher Gutes. Wer dagegen eher glaubt, er sei ein Pechvogel, blockiert seine Fähigkeit zum Glücklichsein. Beide Überzeugungen wirken wie sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Unsere Annahmen darüber, was wahrscheinlich passieren wird, beeinflussen sowohl unser Verhalten als auch die Interaktion zwischen uns und anderen nämlich so, dass dadurch genau das Ereignis erst produziert wird, das wir erwarten. Auch hier gibt es zwar offenbar eine angeborene Neigung zu Optimismus oder Pessimismus, aber durch gezieltes Training lässt sich diese verändern.

Konzentration auf das Positive

Wer seine Aufmerksamkeit gezielt auf das Schöne im Leben richtet, ist glücklicher als derjenige, der vor allem auf die Schattenseiten der Dinge achtet. Das liegt daran, dass wir Emotionen jedes Mal, wenn wir sie intensiv wahrnehmen und ausleben, damit noch weiter verstärken. Sich eher auf Positives als auf Negatives zu konzentrieren, fällt bestimmten Persönlichkeitstypen von Natur aus leicht, andere dagegen tun gut daran, an diesem Aspekt ein wenig zu arbeiten.

Dankbarkeit

Sich immer wieder bewusst zu machen, wofür man in seinem Leben alles dankbar sein kann, erhöht die persönliche Zufriedenheit messbar und drastisch. Eine gute Methode dafür ist beispielsweise ein Glückstagebuch, in dem man allabendlich notiert, wofür man an diesem Tag dankbar sein konnte. Es gibt aber noch viele andere wirksame Dankbarkeitsstrategien.

Spiritualität

Wir Menschen sind Lebewesen auf der Suche nach Sinn und spirituellem Halt. Ob einem dabei nun die traditionellen Religionen zusagen oder man sich als Freigeist seinen eigenen spirituellen Überbau schafft, hängt stark von der eigenen Persönlichkeit ab. Bei manchen Persönlichkeitstypen ist eine spirituelle Neigung quasi Bestandteil ihres Naturells, andere dagegen sind so stark im Hier und Jetzt verwurzelt, dass sie sich nur ungern diesem weniger greifbaren Aspekt ihrer menschlichen Existenz zuwenden. Doch irgendeine Form von Transzendenz und Spiritualität wirken sich nachweislich bei allen Menschen positiv auf das persönliche Glück aus.

Selbsterkenntnis

„Erkenne dich selbst!“ - diesen Leitsatz der griechischen Antike ist bei uns viel zu sehr in Vergessenheit geraten. Oft beschäftigen wir uns mit allem möglichen, nur nicht mit unserem eigenen Selbst: Wer bin ich? Wo liegen meine Stärken, meine Schwächen? Was ist mir wichtig, was treibt mich an? Wer mehr über sich weiß, kann seine Potenziale optimal ausschöpfen, seine persönliche Entwicklung vorantreiben und mit kritischen Aspekten seiner selbst besser umgehen lernen.

Berufliche Erfüllung

Aktivitäten, die uns das Gefühl vermitteln, dass wir ganz in ihnen versinken und aufgehen, erzeugen den so genannten „Flow“ in uns - und der macht glücklich. Flow-Erlebnisse erzielt man am ehesten dann, wenn man etwas tut, was im Einklang mit den persönlichen Stärken und Vorlieben steht. Arbeit kann zum Beispiel die „Prime Time für Flow“ sein, wenn man das Glück hat, seinen Beruf als Berufung zu betrachten. Aber natürlich kann Flow auch in der Freizeit erreicht werden, wenn du einem Hobby nachgehst, das dich fasziniert.

Lebenssinn

Wer langfristig glücklich und zufrieden sein will, muss dafür sorgen, dass sein Leben in seinen Augen einen Sinn hat. Jemand, der Sinn in seinem Leben findet, hat für sich selbst einfach eine Antwort auf die drängende Frage: „Wozu lebe ich?“ gefunden. An dieser Frage kommt früher oder später kein Mensch wirklich vorbei - also beschäftigt man sich lieber früher als später damit!

Neugier

Offenheit für neue Erfahrungen, Freude an Wissen und Lernen und die Bereitschaft, sich mit Unbekanntem auseinanderzusetzen, sind wesentliche Bausteine des Glücks, denn wenn wir überraschende Erfahrungen machen wird das Lustsystem in unserem Gehirn aktiviert. Diese Eigenschaften sind bestimmten Persönlichkeitstypen schon angeboren. Andere dagegen scheuen vor dem Neuen, Unbekannten meist erst einmal ein wenig zurück. Vor allem diese sollten trainieren, ein wenig risiko- und experimentierfreudiger zu werden und gezielt Abwechslung in ihr Leben zu bringen.

Liebe

Eine dauerhafte, gute Paarbeziehung erweist sich in Studien immer wieder als der effektivste Faktor zur Steigerung der Lebenszufriedenheit - weit wichtiger als Geld, Job und Hobbys. Der Effekt eines Lottogewinns beispielsweise auf die Zufriedenheit ist langfristig minimal. Leider stecken die meisten von uns viel mehr Energie und Zeit in eine erfolgreiche Karriere als in eine glückliche Beziehung.

Freundschaft

Positive soziale Kontakte wirken stressreduzierend und gesundheitsfördernd. Studien zeigen, dass sie sich dadurch sogar deutlich lebensverlängernd auswirken. Kaum etwas anderes steigert das persönliche Wohlbefinden so zuverlässig wie ein tragfähiges soziales Netz. Ein solches aufzubauen, ist für manche Persönlichkeitstypen allerdings sehr viel einfacher als für andere - aber auch das lässt sich glücklicherweise lernen!

Hilfsbereitschaft

Anderen zu helfen, macht auch uns selbst glücklicher und zufriedener. Ehrenamtliches Engagement kann sich sogar auf die Lebenserwartung positiv auswirken! Altruistisches Verhalten muss dabei nicht spektakulär sein oder ungeheure eigene Opfer beinhalten, um diesen Effekt zu erzielen. Es kommt darauf an, für sich selbst das richtige Maß zu finden - einige unserer Persönlichkeitstypen neigen nämlich auch dazu, sich im Dienst an anderen völlig zu überfordern. Das ist dann natürlich kontraproduktiv in Sachen Glück!

Innerer Frieden

Eine ganz wesentliche Voraussetzung für Zufriedenheit und Glück im Leben ist, dass man mit der eigenen Geschichte und Vergangenheit seinen Frieden macht und sie akzeptiert, wie sie ist. Das betrifft negative Erlebnisse, Situationen, in denen man mit sich selbst unzufrieden war und vielleicht versagt hat, aber natürlich auch - und vor allem! - andere Menschen. Wer z. B. in einer Art innerem Dauerkrieg mit den eigenen Eltern lebt, oder wer einem früheren Partner immer noch alte Verletzungen nachträgt, ist nicht wirklich frei fürs Glück. Sich selbst ebenso wie anderen Menschen Versagen, Fehler und Kränkungen zu verzeihen, ist eine ganz wichtige Voraussetzung für Zufriedenheit.